Verärgerung, Frust, Stress und Bronze

Verärgerung, Frust, Stress und Bronze

2015-jugend-ep-wU18Große Verärgerung, reichlich Frust, übermäßiger Stress und eine Bronzemedaille für die weibl. U14 kennzeichneten das 1. Oktoberwochenende beim 20. Jugend-Europa-Pokal in Diepoldsau/Schweiz. Des Dramas 1. Akt begann am Freitag, 02.10. mit der über 10- stündigen Anreise, als man dann endlich kurz nach 18:00 Uhr das Quartier in Marbach erreichte. Nach der herzlichen Begrüßung und der kurzen Einweisung in die Örtlichkeiten durch Hausmeister Mundi Heule organisierte man sich mit dem Einkauf von Lebensmitteln; der Ausgabe der Ausrüstung sowie der Vorbereitung des Abendessens Um 21:30 Uhr erfolgte dann eine kurze Einweisung in die spärlich vorliegenden Informationen für den 1. Wettkampftag In den 2. Tag startete man bereits um 7:30 Uhr mit der Abfahrt zur Sportan-lage in Diepoldsau. Während die Delegation sich mit den Örtlichkeiten vertraut machte, suchte die Delegationsleitung und die beiden Schiedsrichter Lina und Harald die für 8:00 Uhr angesetzte Sitzung auf. Hier sorgte man dann für die 1. Verärgerung der Delegationen, weil die erstmals ausgegebenen Spielpläne und Feldeinteilungen dermaßen viele Fehler aufwiesen und kaum zu gebrauchen waren. Nach dem obligatorischen Fototermin für alle Delegationen sowie dem Einmarsch und der Begrüßung wurde dann um 9:25 Uhr der Start ins Turnier vollzogen. Bei herrlichem Spätsommerwetter und Temperaturen jenseits der 20° Marke waren in allen 4 Spielklassen jeweils 4 bzw. 5 Vorrundenspiele zu absolvieren, die für Alina Tiemesmann (Bänderdehnung im Fuß) und für Tobias Schnack (Handbruch) sogar einen kurzen Krankenhausaufenthalt nach sich zogen. Folgende Ergebnisse erzielten die Mannschaften in der Vorrunde:

2015-jugend-ep-mU14
Weibl. U14: Rheinland – Oberösterreich 1:1 (11:7; 9:11); – Baden 2:0 (12:10; 11:5); – Zürich/ Schaffhausen 2:0 (11:1; 11:0); – Schl.-Holstein 1:1 (11:5; 10:12). 1. Rheinland 6:2 P.; 6:2 S.; +35; 2. Schl.-Holstein 6:2 P.; 6:2 S., +21; 3. Oberösterreich 6:2 P., 6:2 S., +14; 4. Baden 2:6 P.; 2:6 S.; 5. Zürich/Schaffhausen 0:8 P.; 0:8 S.
Weibl. U18: Rheinland – Schwaben 0:2 (7:11; 8:11); – Südtirol 2:0 (11:6; 11:7); – Nieder-sachsen 1:1 (8:11; 15:14); – Schl.-Holstein 0:2 (6:11; 6:11); – Salzburg 1:1 (8:11; 11:9). 1. Niedersachsen 8:2 P.; 8:2 S.; +37; 2. Schl.-Holstein 8:2 P.; 8:2 S.; +29; 3. Schwaben 7:3 P.; 7:3 S.; 4. Rheinland 4:6 P.; 4:6 S.; 5. Salzburg 3:7 P.; 3:7 S.; 6. Südtirol 0:10 P.; 0:10 S.
Männl. U14: Rheinland – Salzburg 1:1 (7:11; 11:7); – Südtirol 2:0 (11:8; 11:5); – Schl.-Holstein 0:2 (5:11; 10:12); – Baden 0:2 (1:11; 2:11); – Thurgau 0:2 (4:11; 5:11). 1. Schl.-Holstein 8:2 P.; 8:2 S.; +35; 2. Baden 8:2 P.; 8:2 S.; +36; 3. Thurgau 8:2 P.; 8:2 S.; +25; 4. Rheinland 3:7 P.; 3:7 S.; +31; 5. Salzburg 3:7 P.; 3:7 S.; +7; 6. Südtirol 0:10 P.; 0:10 S.
Männl. U18: Rheinland – Salzburg 1:1 (11:9; 7:11); – Baden 0:2 (3:11; 5:11); – St. Gallen/ Appenzell 2:0 (11:2; 11:7); – Schl.-Holstein 0:2 (8:11; 8:11); – Thurgau 2:0 (11:8; 11:4). 1. Baden 10:0 P.; 10:0 S.; 2. Schl.-Holstein 8:2 P.; 8:2 S.; 3. Rheinland 5:5 P.; 5:5 S.; 4. Salzburg 4:6 P.; 4:6 S.; 5. Thurgau 3:7 P.; 3:7 S.; 6. St. Gallen/Appenzell 0:10 P.; 0:10 S.

2015-jugend-ep-mU18Weitere Ungereimtheiten im Spielplan führten dazu, dass die weibl. U18 beinahe ein Platzierungsspiel verpasst hätte, weil einige der Mädchen schon unter der Dusche standen und erst nach 5-maliger Nachfrage dann Klarheit herrschte. Während die Delegationsleitung an der angesetzten Sitzung weilte, absolvierte somit die männl. U14 und die weibl. U18 ein Spiel in der Platzierungsrunde und die männl. U18 noch ein Spiel in der Qualifikation, lediglich die weibl. U14 war als Gruppensieger direkt für das Halbfinale qualifiziert Diese Spiele endeten mit folgendem Ausgang: Die männl. U14 unterlag Bayern mit 1:2 (13:11; 2:11; 3:11); die weibl. U18 gewann gegen Zürich/Schaffhausen mit 2:0 (11:2; 11:6) und in der Qualifikation die männl. U18 Niedersachsen mit 1:2 (9:11; 13:11; 3:11). Nach dem dann auch die Delegationsleitersitzung (hier ging es um die Nachfolge des Präsidenten Ruedi Fehle sowie um einen Ausrichter für 2016) um 19:00 Uhr beendet war, fuhr die Delegation zur Abendveranstaltung in die Halle zum Sportplatz Kirchenfeld. Einem guten Abendessen mit Nachtisch und einem Kaltgetränk folgte noch eine ca 10-minütige Tanz- einlage sowie das um 20:00 Uhr unter Flutlicht angesetzte Länderspiel der weibl. U18 zwischen Österreich und der Schweiz. Noch vor Beendigung dieses Länderspieles begab sich die Delegation dann kurz nach 21:00 Uhr und einem mehr als 14-stündigem Tag zurück zum Quartier.

2015-jugend-ep-wU14Tag 3 begann wenig verheißungsvoll, während beim Frühstück noch ein kräftiger Wind herrschte und dunkle Wolken nichts gutes Ahnen ließen, begann es dann mit der Abfahrt zur Sportanlage kräftig zu regnen. Diese Wetterlage änderte sich dann 4 Stunden lang nicht mehr und erst gegen 11:30 Uhr hörte der Starkregen auf und die Sonne kam wieder zum Vorschein. Bei diesen widrigen Bedingungen mussten dann die weibl. U14 Ihr Halb- finale um 8:30 Uhr gegen Niedersachsen bestreiten und unterlag hier nach großem Kampf mit 1:2 (11:9; 8:11; 6:11). Die weibl. U18 setzte sich im Spiel um Platz 7 mit 2:0 (11:7; 14:12) über Salzburg durch. In einem weiteren Platzierungsspiel bezwang die männl. U14 Südtirol mit 2:0 (11:7; 11:7) und die männl. U18 unterlag Zürich/Schaffhausen mit 1:2 (6:11; 11:8; 8:11). Bereits um 10:00 Uhr folgte für die weibl. U14 dann das wichtige Spiel um Bronze gegen technisch überlegene Bayern. Knapp mit 14:15 gab man den 1. Satz preis um den 2. Satz dann mit 11:9 zu seinen Gunsten zu entscheiden. Nicht gut sah es für die Mädchen im 3. Satz aus, lag man doch mit 4:7 zurück und kam beim Stand von 10:10 erstmals zum Ausgleich. Fortan lag man immer mit 1 Punkt im Vorteil und Bayern glich immer wieder aus. Geduldig wartete man dann in der Schlussphase des Satzes auf die Fehler des Gegners und entschied somit den Satz mit 14:12 für sich. Zwischenzeitlich hatte die Spielleitung auf Grund der Platzverhältnisse dann entschieden in allen Spielklassen nur noch die Finalspiele durchzuführen, was allerdings nur für die beiden Spielklassen der männl. U14 und U18 zu traf, da die beiden weibl. Konkurrenzen sportlich entschieden worden waren. Um 13:30 Uhr fand dann bei strahlendem Sonnenschein im völlig überfüllten Festzelt die Siegerehrung statt, in dessen Rahmen die weibl. U14 Ihre Bronzemedaille in Empfang nahm. Eine weitere peinliche Panne passierte dabei, als als Gesamtsieger Ober-österreich verkündet wurde, sich nach mehr als 10-minütiger Nachrecherche ergab, dass der Gesamtsieger aus Niedersachsen kommt. Die Abschlussplatzierungen in den 4 Spielklassen lauten:

Weibl. U14: 1. Schl.-Holstein; 2. Niedersachsen; 3. Rheinland; 4. Bayern; 5. Oberösterreich; 6. Schwaben; 7. Salzburg; 8. Baden; 9. Thurgau; 10. Zürich/Schaffhausen.
Weibl. U18: 1. Schl.-Holstein; 2. Niedersachsen; 3. Oberösterreich; 4. Bayern; 5. Baden; 6. Schwaben; 7. Rheinland; 8. Salzburg; 9. Südtirol; 9. Zürich/Schaffhausen; 9. St. Gallen/ Appenzell.
Männl. U14:.1. Oberösterreich; 2. Schwaben; 3. Niedersachsen; 3. Schl.-Holstein; 5. Salzburg; 5. Bayern; 7. Thurgau; 7. Baden; 9. St. Gallen-Appenzell; 9. Rheinland; 11. Zürich/ Schaffhausen; 11. Südtirol.
Männl. U18: 1. Oberösterreich; 2. Niedersachsen; 3. Schwaben; 3. Baden; 5. Salzburg; 5. Zürich/Schaffhauesen; 7 Rheinland; 7. Schl.-Holstein; 9. Thurgau; 9. Bayern; 11. Vorarlberg; 11. St. Gallen-Appenzell.

Gesamtwertung: 1. Niedersachsen 400 P.; 2. Oberösterreich 390 P.; 3. Schl.-Holstein 370 P.; 4. Schwaben 320 P; 5. Bayern 280 P.; 6. Baden 260 P.; 7. Salzburg 240 P.; 8. Rheinland 230 P.; 9. Zürich/Schaffhausen 140 P.; 10. Thurgau 120 P.; 11. St. Gallen-Appenzell 90 P.; 12. Südtirol 50 P.; 13. Vorarlberg 20 P.

Gegen 14:00 Uhr wurde dann die strapaziöse und mehr als 11-stündige Rückfahrt in die heimatlichen Gefilde angetreten.

Zum Aufgebot des Rheinischen Turnerbundes gehörten

weibl. U14: Maya Mehle; Maike Hackethal (beide TSV B. 04 Leverkusen); Xenia Schefer; Katharina Lehnertz (beide TV Voerde); Alina Tiemesmann (Leichlinger TV); Sarah Hoverath (TuS Mondorf); Lina Steinhaus (Ohligser TV); Franziska Kellers (SpVgg. Rheurdt-Schaep-huysen); Betr. Vivien Schetter; Sabrina Schmalbach (beide TV Voerde).
weibl. U18: Jana Hasenjäger; Marie Hodel; Stefanie Lebensorger; Michelle Ihnken; Ronja Müller (alle TSV B. 04 Leverkusen); Bea Hetkamp (Ohligser TV); Julia Rosenberg; Charlotte Weingarten (beide Braschosser TV); Betr. Corinna Rosenberg (Braschosser TV).
männl. U14: Felix Hasenjäger; Jacob Hasenjäger (beide Leichlinger TV); Felix Marquardt; Finn Schomerus (beide TV Voerde); Max Adamietz (TV Osberghausen); Tobias Schnack (TSV B. 04 Leverkusen); Arvit Schmitz (Ohligser TV); Jan Kellers (TuS Wickrath); Betr. Sebastian Pynappel (TV Voerde):
männl, U18: Jan Beils; Tom Heller; Christian Weber (alle Leichlinger TV); Lukas Kellers; Thiemo Reuter (beide TuS Wickrath); Oliver Schaper (ESV Wuppertal-West); Luca Rother (TV Voerde); Felix Adamietz (TV Osberghausen); Betr. Lutz Schaper (DJK Sparta Bilk); Udo Mehle (TSV B. 04 Leverkusen).
Schiedsrichter: Lina Hasenjäger; Harald Illing (beide TSV B. 04 Leverkusen);
Delegationsleiter: Wolfgang von Neuß (TKD Duisburg).

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Stellvertretender Vorsitzender des Technischen Kommitee Faustball und Beauftragter für Leistungs- & Nachwuchsförderung